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85%ige Phosphorsäure - Test am Cinque
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N.



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BeitragVerfasst am: 11.02.2014, 21:06    Titel: 85%ige Phosphorsäure - Test am Cinque

Guten Abend an alle.

Zur Zeit bin ich am Zusammenbau meines Cinque nach einer - nun ja, ich will es mal - Teilrestaurierung nennen...

So rostfrei die Karosserie auch ist, so rostig sind aber manch anderen Teile! Sie sind zwar noch durchaus solide, aber das sieht es beschissen aus.
Nutzt auch nix, wenn man den Rost einfach abschleift und drüberlackiert, denn der sitzt ja porentief! Bricht also irgendwann wieder aus und sieht wieder nicht gut aus.

Ich habe vor einigen Jahren mal bei einer Rostreparatur an einem meiner Citroen XM verdünnte Phosphorsäure zum phosphatieren von nacktem Blech benutzt - das hat ziemlich gut gewirkt. Aber das Blech war sandgestrahlt und völlig blank.
Nun stehe ich aber vor dem Problem, daß diese diversen Teile meines Cinque sehr narbig / rostig sind. Deswegen habe ich im Internet recherchiert und in einem Vespa Forum einen Beitrag gefunden, in welchem der Schreiber davon berichtet, rostige Teile einfach mit purer Phosphorsäure behandelt zu haben. Und zwar erfolgreich.
So habe ich das heute mal mit den beiden Getriebehaltern gemacht.

Die Phosphorsäure wandelt den Rost in Phosphat um und bindet ihn. Es rostet nicht weiter und die später schwarze Schicht ist überlackierbar.

Originalzustand:


Zustand nach dem Entfernen von losem Rost und Lackresten (mit Zopfbürste):


Nach dem Säurebad:


Nun muss ich eine Weile abwarten...
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Dr.Oetker



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BeitragVerfasst am: 11.02.2014, 21:29    Titel:

Ich geb mal meinen Senf / Erfahrungwerte dazu:
Die Vorbehandlung mit der Zopfbürste ist schlecht, durch die entstehende Hitze "verschmilzt" der Rost, die Phosphorsäure kann an der verdichteten Oberfläche dann sehr schlecht angreifen. Besser ist für sowas eine CSD-Scheibe (umgangssprach besser als N*g*rkeks bekannt).

Die schwarze Schicht haftet aus Erfahrung auch nicht sehr gut, am besten die Teile nach einiger Zeit aus dem Bad nehmen, mit der Drahtbürste (von Hand) bearbeiten und wieder ab ins Säurebad. Wenn man das Spielchen lange genug weitertreibt, dann bleibt nachher wirklich nur noch blankes Metall ohne schwarze Kruste drauf übrig.

Pinselst du die Teile ein, oder legst du die ins Säurebad? Ich verdünn die Säure immer auf 30-50% runter und sauf die Teile komplett ab.

Schutzbrille und Handschuhe muss ich glaube ich bei solchen Konzentrationen nicht erwähnen. Achja, Vorsicht bei tragenden Teilen, Fahrwerksfedern usw, Stichwort: Wasserstopfversprödung.

So, genug kluggeschissen... Razz
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Racix



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BeitragVerfasst am: 11.02.2014, 21:44    Titel:

Ich würde die Teile Galvanisch Verzinken lassen,da kommen die Teile eh ins Bad zum Entrosten,und ist recht günstig die Sache..man könnte sie dann noch Pulvern lassen..
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N.



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BeitragVerfasst am: 11.02.2014, 21:47    Titel:

Aha, OK, das mit der Zopfbürste... Na nun hab ich's aber schon gemacht Very Happy Der ganze Rost ist jedenfalls ab. An einigen Stellen half ich mit einer Feile nach - da platzten komplette Placken ab!

Ich habe das Zeug pur benutzt und schaue mal, was geschieht. Das Metall ist ja dermaßen solide, daß ich mir da keinen weiteren Kopf mache.
Ich habe die Teile darin versenkt.

Die Säure ist ja relativ dickflüssig und haftet auch nach dem Herausnehmen ganz gut - siehe letztes Bild.

Schutzbrille, Handschuhe, lange Ärmel und alles - versteht sich von selbst.
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N.



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BeitragVerfasst am: 11.02.2014, 21:53    Titel:

Racix hat Folgendes geschrieben:
Ich würde die Teile Galvanisch Verzinken lassen,da kommen die Teile eh ins Bad zum Entrosten,und ist recht günstig die Sache..man könnte sie dann noch Pulvern lassen..


Nee, die Karre soll keine Schönheit werden. Hauptsache er ist technisch einwandfrei - und da habe ich bis jetzt auch ordentlich Kohle drin versenkt. Wenn so ein Getriebehalter mal ein wenig narbig ist, dann kann ich gut damit leben. Solange er nicht aussieht wie'ne Baklava aus Blätterteig im türkischen Imbiss.
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Racix



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BeitragVerfasst am: 11.02.2014, 22:03    Titel:

Bei mir um die Ecke ist so ne Galvanik Bude,da bezahle ich nen 5er für so nen Teil...brauch ich keine Säure besorgen,und Zink ist auch noch drauf Smile
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fiat5cento



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BeitragVerfasst am: 12.02.2014, 08:40    Titel:

das ist doch im Prinzip das gleiche wie Fertan, oder?
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Acki



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BeitragVerfasst am: 12.02.2014, 11:45    Titel:

Also ich habe mit Phosphorsäure sowie Salzsäure einiges schon probiert.
Phosporsäure auf rostiges bringt jedenfalls nichts.
Ich habe immer, wenn es ging, die Sachen erst mit Salzsäure entrostet.
Danach dann mehrfach mit Phosphorsäure eingepinselt.
Vor dem Lackieren den losen Phoshor (weißer Film/Staub) abbürsten.

Fertan verwende ich mittlerweile nur noch sehr selten.
Owatrolöl und Brantho bei akutem Rost. Sandstrahlen nach Möglichkeit etc.
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Dingo



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BeitragVerfasst am: 12.02.2014, 12:48    Titel:

Korreckt Wink Was anderes ist in Fertan auch nicht drin.

@Dr. Oetker

Na los trau Dich...sprich es aus...sag es...NEGERKEKS Cool
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N.



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BeitragVerfasst am: 12.02.2014, 13:27    Titel:

Fertan ist im Grunde verdünnte Phosphorsäure. Allerdings noch mit allerhand Zeugs versetzt, damit es auch an senkrechten Flächen haftet.
Also dass Phosphorsäure nix bringt, kann ich so jetzt nicht behaupten. Schon nach einer Stunde einlegen wirkten die Metallteile gestern blanker. Den hinteren Träger habe ich später über Nacht nochmal eingelegt und heute morgen zum Abtropfen aufgehängt. Nachher spüle ich ihn ab und bin auf das Ergebnis gespannt.
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Acki



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BeitragVerfasst am: 12.02.2014, 14:10    Titel:

Ich habe meine blanke Karosse damit eingepinselt.
Die Oberfläche ist jetzt schön rau und bisher kein Rost Wink
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Dr.Oetker



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BeitragVerfasst am: 12.02.2014, 14:21    Titel:

Acki hat Folgendes geschrieben:

Owatrolöl und Brantho bei akutem Rost.


Ja, erst Owatrolöl und dann Brantho 3-in-1 hält bei meiner Alltagskarre bisher auch seit Jahren den Rost auf. Ist auch nen top Lack für Unterboden und Fahrwerksteile, trocknet nur leider viel zu langsam... Das Brantho Korrux Zeugs von denen ist ja ruckzuck trocken, bleibt aber leider nicht so zähelastisch.

In Fertan ist keine Phosphorsäure, Fertan wandelt wirklich nur um. Hab da eher schlechte Erfahrungen mit gemacht, zumal ich ich die Handhabung vieeel zu kompliziert finde, vorher alles entfetten, dann während der Behandlung ständig feucht halten und hinterher wieder mit klarem Wasser entstandene Salze wegspülen, da diese erneute Korrosion fördern könnten. Dabei darf man aber auch nicht die eher empfindliche schwarz/lila-Schicht die das Zeugs aufbaut beschädigen... Rolling Eyes

Beim Alltagskarren bin ich aber aus Faulheit vom Rost entfernen/umwandeln und Lackieren mitlerweile weggekommen, ich setz mitlerweile großzügig FluidFilm ein. Solang es nicht weiterrostet und ich es beobachten kann interessiert mich nicht, ob man den Rostansatz sieht oder nicht... Laughing
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N.



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BeitragVerfasst am: 12.02.2014, 21:35    Titel:

Dr.Oetker hat Folgendes geschrieben:

In Fertan ist keine Phosphorsäure,


Rostumwandler enthalten heute fast alle Phosphorsäure bzw. Phosphate
Dass es auf der Seite des Herstellers nicht steht, ist klar.
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Dr.Oetker



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BeitragVerfasst am: 12.02.2014, 21:43    Titel:

Mag sein, dass ich mich irre. Hatte mal irgendeine Oldtimer-Markt in der Hand, da stand bei Fertan irgendwas von pflanzlichen Säuren, blabla, aber ausdrücklich keine Phospohrsäure...

Aber Oldtimer-Markt ist wie ADAC Motorwelt... Mr. Green
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Acki



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BeitragVerfasst am: 13.02.2014, 15:56    Titel:

Mit Owatrol hab ich da gar keine Probleme, einpinseln. Kaffee trinken gehen, dann Brantho drüber Wink
Brantho ist ja mit dem Öl kompatibel und dann trocknet es auch Very Happy
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