zwecks heisser Bremse und stehen bleiben wurde von STOPTECH mal gut beschrieben. Daher werden Bremsen wie anderes am Auto auch wieder "kalt gefahren"
Eine Ablagerung oder eine Schwankung der Materialstärke von 1 Hundertstel Millimeter ist für den Fahrer spürbar, bei 2,5 Hundertstel wird es lästig und darüber ist es nicht mehr auszuhalten. Wenn es dann mal Ablagerungen gibt, dadurch daß es isolierte Stellen gibt, die aus der Oberfläche der Bremsscheibe herausragen und die wesentlich heißer als ihre Umgebung werden, bildet sich garantiert Zementhit und damit verändern sich die Abnutzungseigenschaften an diesen Stellen. Das wiederum hat immer stärkere Schwankungen der Bremsscheibendicke und der Oberflächenrauhigkeit zur Folge.
Lassen Sie nie Ihren Fuß auf dem Bremspedal nach einer starken Bremsung, abgesehen von einer ordentlichen Einbremsung wie oben beschrieben. Im normalen Straßenverkehr stellt das kaum ein Problem dar weil hier die Bremsen Zeit haben abzukühlen, bevor das Fahrzeug angehalten wird. (Es sei denn, man lebt wie der Autor am Fuß einer langen, steilen Bergstraße.) Darauf kommt es bei jeder Art von Rennsport an, auch beim Autocross.
Wenn die Klötze auf eine heiße, still stehende Bremsscheibe gepreßt werden, wird es immer zu Materialübertragung und einer spürbar "rauen Bremse" kommen, egal aus welchen Material die Reibflächen der Bremsklötze gemacht sind. Und, was noch schlimmer ist: der Klotz hinterläßt seinen Abdruck oder Umriß auf der Bremsscheibe und Ihre Sünde wird für alle Welt sichtbar sein.
Die offensichtliche Frage lautet nun: "Gibt es eine "Heilung" für Bremsscheiben mit ungleichmäßigen Materialablagerungen?" Die Antwort ist ein eingeschränktes "Ja". Wenn die Vibrationen gerade erst angefangen haben könnte es ein, daß die Temperatur, bei der sich das Zementhit bildet, noch gar nicht erreicht wurde. In diesem Fall kann man das Bremssystem ganz einfach wieder herstellen, indem man einen Satz gute, halbmetallische Klötze einbaut und diese (wenn sie eingefahren sind) richtig beansprucht. So lassen sich Ablagerungen entfernen und man hat etwas bessere Beläge. Solange nur eine kleine Menge Material übertragen wurde, z.B. wenn die Vibrationen gerade erst anfangen, kann man unter Umständen die Ablagerungen durch energisches Scheuern mit Löschpapier entfernen. Da diese Ablagerungen häufig für unsere Augen nicht sichtbar sind, muß die ganze Reibfläche gewissenhaft behandelt werden. Normales Schleifpapier oder Schmirgelleinen sollten vermieden werden, da die Bestandteile an Aluminiumoxid in die Oberfläche des Gußeisens eindringen und die Zustände verschlechtern würden. Aus dem gleichen Grund sollten die Scheiben auch nicht sandgestrahlt werden.
Die einzige Möglichkeit, ungleichmäßige Ablagerungen loszuwerden besteht darin, die Scheiben auszubauen und sie ab-hohnen zu lassen. Das ist weniger teuer als vielmehr umständlich. Eine frisch gehohnte Bremsscheibe sollte auf die gleiche Weise eingefahren werden wie eine fabrikneue. Die Schwierigkeit bei dieser Strategie: sollte es durch das Abschleifen nicht gelingen, alle Zementhit-Einschlüsse zu entfernen, dann würde der ganze Prozeß der Temperatur-Spirale von vorne beginnen, weil durch das Abnutzen des relativ weichen Gußeisens der Scheibe die sehr harten Zementhiteinlagerungen wieder aus der Oberfläche herausstehen würden. Leider ist der Zementhit für das bloße Auge nicht sichtbar.
Wer sich die Zeit nimmt, seine Bremsanlage richtig einzufahren, wird dadurch reichlich belohnt. Aber wie das bei den meisten Sünden der Fall ist, fangen die Probleme genau dann wieder an, wenn man den ursprünglichen Fehler aufs Neue macht.
rasfix
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Fahrzeug: unter anderem Cinquecento Sporting
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Verfasst am: 20.10.2011, 18:35 Titel:
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... ein sehr informativer Vortrag.
Aber gibt es nicht genügend Automatikfahrzeuge, die diese Probleme nicht haben?
Bremse einfahren kenne ich auch noch von ehemals üblichen Trommelbremsen.
Zimmermann Bremsscheiben haben einen nicht unumstrittenen Ruf.
Ich würd`s mit Wärmebehandelten probieren?
meine Mutter fährt nen Astra Automatik mit nun über 300tkm, da kamen auch schon teilweise no-name bremsen drauf, aber Schütteln gab es nie.
Die Sache mit der heissen Bremse trifft aber nur zu, z.B. nach einer Gewaltbremsung von 200-50 runter......also die muss schon dem qualmen recht nahe sein.
Nachdem Du ja schon ziemlich alles ausgewechselt hast, bleiben nur noch die Zug-/Druckstreben und die Querlenker, deren Gummilager gerne mal weich werden und dann die Vibrationen, die sie schlucken sollten, weitergeben.
Auch könnten die Spurstangen Luft haben, abner nicht aussen sondern innen, wo sie ans Lenkgetriebe geschraubt sind.
Du solltest aber original BMW-Teile verwenden, die Billigteile aus dem Netz kannst Du den Hasen geben. Die Zimmermann-Bremsscheiben übrigens auch.
Ich hatte auch schon Autos mit diesen Bremsscheiben ausgerüstet und das Problem war das gleiche.
Viele Leute schrecken vor dem Austausch der Lenker zurück, weil diese bei BMW 'ne Sau-Kohle kosten. Lieber kaufen sie X-mal neue Billig-Bremsscheiben.
Ausserdem ist auch beim Einbau der Bremsteile auf absolute Sauberkeit bzw. Rostfreiheit (vor allem zwischen Scheibe und Nabe) zu achtem und alle Teile müssen absolut sauber laufen.
Ich hoffe geholfen zu haben. Viel Glück!!!
centoro
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Verfasst am: 22.10.2011, 00:01 Titel:
Sorry
Aber Zimmermann Scheiben sind totaler
Müll. Sind Serien Scheiben mit Löchern.
Wenn jetzt schon Hitze Probleme da sind,
werden die Scheiben ruck zuck hin sein.
Sind keine wärmebehandelten.
Kuck mal bei Sandtler oder Tarox.
Fahre selbst die F2000
Monaco85
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Wohnort: Karlsruhe
Verfasst am: 22.10.2011, 18:19 Titel:
So. Zimmermann sind drauf. Die machen für mich auf den ersten Blich einen ordentlichen Eindruck.
Ich habe sie mal nach Schema F Eingefahren und bin seit gestern 300 KM gefahren. Bis jetzt ist noch ruhe.
Ich Befolge eure Tips, wie an der Ampel auf Parken....
Sollte es wieder anfangen mit dem vibrieren werde ich Rolands Tips befolgen mit den Ablagerungen. sollte das nicht helfen werden sie abgedreht. Wenn das auch keine Abhilfe bringt kack ich auf die Motorhaube und im Anschluss mach ich die 540i Bremsanlage drauf.