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Kopf planen Cinquecento

 
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schuhschachtel-racing



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BeitragVerfasst am: 17.12.2004, 18:50    Titel: Kopf planen Cinquecento

Hallo. Muss jetzt wohl doch die Kopfdichtung an meinem Cinque machen. Dachte, dabei könnte ich gleich den Kopf planen. Weiss jemand wieviel da geht ohne dass ich die Kolben oder sonstwas ändern muss? Fahre ne Seriennocke. Und Super Plus wollte ich auch nicht unbedingt fahren.

P.S: Hat jemand ne Arbeitsanleitung zum Thema Kopfdichtung?

Gruß
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Stefan
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BeitragVerfasst am: 17.12.2004, 19:14    Titel:

Hallo Schuhschachtel-Racing,

der Zylinderkopf muß nach dem Planen eine Mindesthöhe von 126,35mm haben.

MfG
Stefan
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pappa
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BeitragVerfasst am: 17.12.2004, 19:42    Titel:

Arbeitsanleitung für die Kopfdichtung:
Cinque rechts vorne hochbocken, Rad ab, Innenkotflügel demontieren, Riemenscheibe von der Lima am Motor abschrauben (Schlagschrauber oder festkeilen), Zahnriemenabdeckung abbauen (und entsorgen, spätestens beim Wiedereinbau weißt Du warum Very Happy ). Kurbelwelle und Nockenwelle auf die Markierungen drehen. An der Nockenwelle muss die Markierung waagerecht auf 9 Uhr stehen (Kerbe im Zyl-kopf). Die Kurbelwelle steht dann auf der obersten Gussnase vom Gehäuse (Der Nippel am Kurbelwellenrad für die Lima-Riemenscheibe steht dann auf 6 Uhr). Motor nur an der Kurbelwelle drehen, nicht an der Nockenwelle! Spannrolle lösen, Riemen demontieren. Krümmer am Zylinderkopf abschrauben, Vergaser abbauen, die Ansaugbrücke kann dran bleiben! Kühlwasser ablassen (geht unten am Kühler ganz geut wenn man den Schlauch entfernt). Zündkabel aus den Spulen ziehen, Spulen können auch am Kopf bleiben. Wasserschlauch am Thermostat demontieren. Ventildeckel abbauen und die Zylinderkopfschrauben demontieren. Für die Schraube vorne in der Mitte wird eine schlanke Nuss benötigt. Dann kann der Kopf abgehoben werden. Alles reinigen und mit neuer Dichtung und neuen Schrauben (kostet bei Fiat komplett um die 47 €) wieder zusammenbauen. Anzugsdrehmomente sind 30 Nm und dann 2 mal 90° auf keinen Fall 90 Nm!!
Einstellungen der Nocken- und Kurbelwelle kontrollieren und einen neuen Zahnriemen einbauen (Drehrichtung beachten, Nockenwelle dreht rechts rum) . Am besten die Spannrolle mit erneuern, denn die macht reichlich Umdrehungen und wird gut warm, ist deshalb hoch belastet. Zum Spannen des Riemens die Spannrolle leicht anziehen und dann mit einem Montierhebel über die Motorhalterung so drücken dass der Riemen ausreichend gespannt ist. Er sollte sich an der längsten Stelle nicht um 90° verdrehen lassen. Motor einmal von Hand durchdrehen und die Einstellungen überprüfen. Alle anderen demontierten Teile wieder anbauen und Kühlwasser auffüllen.
Beim Laufenlassen Kühlwasser nachfüllen wenn der Thermostat aufgegangen ist und das Kühlsystem entlüften. Motor auf Undichtigkeiten überprüfen.
Die lästige Ölsifferei am Ventildeckel läßt sich übrigens beseitigen wenn die 4 Alunocken am Ventildeckel etwas runtergefeilt werden. Dann bekommt die Dichtung mehr Druck nach dem anziehen. Ich verwende zusätzlich Hylomar.

Dies war die Anleitung für den 1100er. Beim 900er entfallen alle Arbeiten die den Zahnriemen betreffen. Dort muss die komplette Kipphebelwelle ausgebaut werden und die Stößelstangen rausgezogen werden. Beim Zusammenbau vom 900er Motor fallen keine Einstellarbeiten an!

Ein Planen des Zylinderkopfes ist in der Regel nicht notwendig. Ob der Aufwand es Abfräsens wirklich lohnt weiß ich nicht, da dazu eigentlich alle Ventile ausgebaut werden sollten.
Viel Erfolg
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svensx



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BeitragVerfasst am: 17.12.2004, 20:24    Titel:

Hi,
wenn du den Kopf runter hast, siehst du auf der "Dichtfläche"( Unterseite) zwei leichte, runde Vertiefungen.
Tiefer als diese sind darf nicht geplant werden.

svensx
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Cinque_Rosso



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BeitragVerfasst am: 17.12.2004, 22:09    Titel:

Dicken Dank an pappa für die detailreiche Beschreibung! Vor allem der Tipp mit dem siffenden Ventildeckel erscheint mir persönlich nützlich - was war das Erste, was ich dem Auto spendiert hab, seit ich ihn fahre? Dreimal dürft ihr raten... Und was hats genützt? Richtig, NÜSCHT.
Kann es sein, dass ich den zu fest angezogen habe? Es waren definitv mehr als die vorgeschriebenen sehr zarten 10 Nm...
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pappa
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BeitragVerfasst am: 17.12.2004, 23:07    Titel:

Zu fest solltest Du die Schrauben nicht anziehen. Aber die Dichtung wird härter wenn sie altert und dann bleibst nicht dicht.
Meistens ist auch der O-Ring am Zündspulenträger total ausgehärtet und läßt Öl durch. Auch den ruhig mal austauschen.
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schuhschachtel-racing



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BeitragVerfasst am: 20.12.2004, 21:16    Titel:

Vielen Dank Jungs, aber habe meine Kopfdichtung jetzt getestet, ist wohl doch noch i.o. Trotzdem danke.
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Cinque_Rosso



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BeitragVerfasst am: 19.01.2005, 23:37    Titel:

pappa hat Folgendes geschrieben:

Die lästige Ölsifferei am Ventildeckel läßt sich übrigens beseitigen wenn die 4 Alunocken am Ventildeckel etwas runtergefeilt werden. Dann bekommt die Dichtung mehr Druck nach dem anziehen. Ich verwende zusätzlich Hylomar.

Kannst du in etwa sagen, wieviel die Nocken abgefeilt werden sollten? Hab mich heute daran versucht, war aber wohl noch zu vorsichtig (will ja schließlich nicht zu viel Material wegnehmen!), denn er nässt noch immer... *seufz*
Was wär denn so ein Richtwert? Hab sie leider vor dem Feilen nicht gemessen, aber ich hab nicht mehr als ca. 1/4 der Höhe abgefeilt. Wieviel ist zuviel?
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pappa
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BeitragVerfasst am: 20.01.2005, 18:31    Titel:

Du kannst am Ventildeckel da gut 1 mm wegnehmen. Wichtig ist, dass Du das Ganze mit Dichtungsmittel eindichtest und den O-Ring am Zündspulenträger wechselst. Bei mir ist seit 3000 km alles trocken!
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Cinque_Rosso



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BeitragVerfasst am: 20.01.2005, 19:43    Titel:

Hätt ich auch gern! Na gut, also wenn ich 1 mm wegnehme, bleibt ja nicht allzu viel...
Der O-Ring ist schon gewechselt, und eingeschmiert hatte ich die Deckeldichtung auch schon. Dann muss ich halt noch mal alles auseinandernehmen, entfetten, abfeilen und mit Paste (Ober- und Unterseite, denke ich mal?) wieder zusammenpacken. So sollte es dann hoffentlich gehen!
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frankenwolf



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BeitragVerfasst am: 08.02.2005, 22:17    Titel: Kopfdichtung wechseln Cinquecento Sporting Bj 96

@ pappa

..deine Anleitung hat mir sehr geholfen. SUPER DANKE Very Happy

Mein Händler sagt, auf jeden Fall planschleifen. Wird wohl i.O. sein, auch wenns 70 Eurone kostet ;(

Bei dem Thermostatgehäuse, ...da ist innen ein Haltesteg weggebrochen und das Gehäuse im Innenbereich schon leicht angefressen. Das ist wohl ein Verschleißteil :nein:

Die Kopfdichtung bildet im Bereich zwischen Unterbau und Kopf bei den Wasserkanälen eine, ja so quasi Durchflussreduzierung. Also hier sind nur verschiedene Löcher in der Dichtung. Wäre es an dieser Stelle nicht besser, die Bohrungen an die Durchbrüche anzupassen ?? :/

Über eine Rückmeldung bzw. allgemeine Diskusion würde ich mich freuen
Gruß
Frankenwolf
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pappa
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BeitragVerfasst am: 08.02.2005, 22:36    Titel:

Das mit der Kopfdichtung ist mir auch schon aufgefallen. Geändert hab ich es noch nie. Ich denke, dass das Nacharbeiten der Dichtung sehr aufwendig ist, da sie aus mehreren Materialien gepresst ist. Das Risiko, dass sie genau an der nachgefummelten Stelle wieder undicht wird wäre mir zu groß. Die Dichtungen sind alle so.
Ausgefressene Stellen im Alu entstehen durch falsche Kühlflüssigkeit.
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