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moonshield
Anmeldedatum: 20.03.2010 Beiträge: 210
Fahrzeug: Seicento Sporting Abarth
Wohnort: München
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Verfasst am: 29.08.2010, 18:45 Titel: |
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UPDATE: 29.08.2010
Unerfreuliche Neuigkeiten: erste technische Mängel treten auf
Hallo alle,
ich komm gerade aus Frankreich zurück. 3 Wochen Urlaub sind eine wunderbare Sache... In der ganzen Zeit hab ich ganze 3 (!) Centos gesehen. Naja, das nur am Rande.
Als ich meinen Sei dann nach 3 Wochen Standzeit das erste mal wieder anlassen wollte war die Reaktion auf das Drehen des Zündschlüssels etwas mau. Die Innenraumbeleuchtung flackerte etwas ansonsten passierte nichts weiter. Dass das passieren würde habe ich spätestens nachdem die Zentralverriegelung seeehr wiederwillig gesperrt hat geahnt...
Naja, mit sowas muss man leben, wenn man ein altes Auto übernimmt, bei dem der Vorbesitzer zudem die sehr dürftig verkabelte Anlage ans Dauerplus gesteckt hat.
Erster Mangel: Batterie leer (Batterie wurde vor ca. einem halben Jahr ausgetauscht)
Nun denn, was machen wir in so einem Fall? Richtig, das war mir auch klar. Also muss das Auto erstmal raus aus der Garageneinfahrt, damit man überhaupt an die Motorhaube rankommt von vorne. Dazu reichen normal ein paar einfache Schritte, die grob aus Handbremse lösen und Auskuppeln bestehen. Da kam die nächste Überaschung: Das Auto lässt sich keinen Zentimeter bewegen. Das problem war mir erneut schnell klar, Handbremse saß fest. Ob Festgerostet oder sonstwas weiß ich nicht.
Zweiter Mangel: Handbremse fest (War auch dummer- und unnötigerweise bis zum Anschlag angezogen)
Lösung: Zwei Starhilfekabel zusammengeklemmt und aus 5 Meter Entfernung Starthilfe gegeben.
Rückwärtsgang rein und mit viel Kupplung langsam mehr Druck gegeben, bis sich die Handbremse gelöst hat.
Und schon folgt der nächste Streich. Batterie leer - Starthilfe - Rundfahrt um die Batterie zu laden. Klang logisch. Also ab ins Kistchen und los ging es. Höhere Drehzahl - Mehr Strom klang auch logisch (Obs auch stimmt weiß ich nicht...). Also ab auf die Autobahn. Dank gut ausgebauter Strecke und wenig Verkehr auf Anschlag hochgedreht und eine kleine Rundfahrt gemacht, um die Fahrt mit ein wenig A8/A99 Sightseeing zu verbinden. Nach ca. 10 min. auf der Autobahn bei ca. 160 km/h (lt. Tacho) raus auf die Parkbucht um die Handbremse etwas rostfrei zu schleifen. Aber vorher Auto abgestellt, intelligenterweise sogar den Motor laufen gelassen und kurz in den Kofferraum geschaut zwecks Nahrungssuche. Ab hier wurde die Sache mir dann etwas unheimlich...
Bei meiner Rückkehr zum vorderen Ende des Wagens muss ich fassungslos feststellen, dass unübersehbar Rauch aus dem Motorraum aufsteigt. Was macht man in dem Fall? Mir sind spontan einige Maßnahmen eingefallen. Motor ausschalten stand relativ weit oben auf der Liste. Wollte ich allerdings vermeiden, zwecks Unlust auf einem räudigen Autobahnparkplatz mit leerer Batterie zu stehen. Also? Motorhaube auf! Sehr dumme Idee falls tatsächlich etwas brennt, in meinem Fall vertretbar, weil der anfänglich diagnostizierte Rauch eher Wasserdampf zu sein schien. Na, wer wagt eine Ferndiagnose?
A: Totes Tier verbrennt im Motorraum
B: Kühlerwasser kocht
C: Öl verbrennt auf heißen Motorteilen
D: Motor brennt
Die Antwort sogar noch vor der Werbung, dafür, wie immer, ohne Gewähr! Das Kühlerwasser ist munter aus dem Ausgleichsbehälter gespritzt. Da half alles nichts. Motor aus und abkühlen lassen. Mit rasendem Herz am Telefon um Unterstützung aus der Heimat gefleht und Familienangehörige samt Wasservorräten auf die Piste gejagt.
Dritter Mangel: Kühlerwasser kocht
Als die Unterstützung dann eingetroffen war habe ich dann vorsichtig den Deckel des Ausgleichsbehälters geöffnet. Siehe da, leer. Jap. Nichts Skala, Min./Max. einfach leer. Klar, war ja auch einiges rausgesuppt. Also 1,5l Wasser nachgefüllt, was gerade ausreichend war um die Min. Marke zu toppen. Fahrzeugstart: fehlanzeige. Starthilfekabel war zur Hand, Überbrückt und ab auf die Autobahn.
Wie erwartet, da schonmal hier im Forum gelesen, hat das Steuergerät dann wohl irgendeinen Notmodus aktiviert, was meinem Boliden die letzten Müden PS geraubt hat. Stotternd gings mit 60 km/h auf die rechte Spur, stark bedrängt von einem Vierzigtonner, der mir dank Überholverbot auf gefühlte 20 cm aufgefahren ist. Sah eindrucksvoll aus im Rückspiegel, trug aber nicht zu meiner Beruhigung bei. Umso mehr dafür die plötzliche Entscheidung meines elektronischen Meisters im Motorraum der sich doch dafür entschied mit wieder die Zügel zu überlassen. In störungsfreier und gemütlicher Fahrt gings zurück über die Landstraßen ins heimatliche Nest.
Zuhause Kühlerwasser bis zum Max. aufgefüllt und getestet ob der Ladevorgang erfolgreich war. Fazit: Auto springt beide Male an. Ich bilde mir allerdings ein, zögerlicher als sonst.
Gestern stand dann eine weitere Probefahrt an. Kühlerwasser war noch immer voll, die Batterie litt wohl unter der geminderten Aufmerksmkeit und verlangte nach Saft aus dem zu Hilfe eilenden Nissan. Störungsfreie Fahrt, ca. 10 km weit. Dort eine Pause bei einer Freundin eingelegt. Auto zur Starthilfe stand schon bereit, doch: Überraschung, diesmal springt er von selbst an.
Heute bilde ich mir ein ist der Kühlerwasserstand wieder etwas niedriger, Auto springt allerdings an.
Was ich vielleicht noch erwähnen sollte ist die Herkunft der Tatzenabdrücke auf meinem gesamten Auto. Nuja, wir haben eine ganz besondere beziehung, der ortsansässige Marder und ich. Wenn ich nachts als letzer in der Gegend heimkomme, ist es doch nur verständlich, dass unser kleiner Gummiliebhaber am liebsten auf meinem warmen Auto schläft...
Zur Belohnung hat er sich dafür nie am italienischen Gourmetgummi vergriffen. Bis jetzt?
Grüße und danke fürs Lesen und evtl. hilfreiche Komentare,
moonshield |
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fiat-gelb

Anmeldedatum: 23.06.2010 Beiträge: 1554
Fahrzeug: 3 x Cinquecento Sporting GELB!!
Wohnort: Limbach-Oberfrohna
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Verfasst am: 29.08.2010, 19:02 Titel: |
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Sehr schöner Thread
steckt viel Mühe drinn Hochachtung!!
jetzt meine aber:
Wie kann ich eine leere Batterie mit Fahren wieder voll machen? (Kopfschüttel) Geht gar nicht!! Begründung:
So eine Batterie lädt Frau / Mann mit rund 1/10 Ladestrom der Nennkapazität.
Also bei einer 40Ah Batterie mit 4 A Ladestrom für mind. 10 Stunden denn dann ist die erst voll.
Ein Stunde mal rum fahren bringt fast nichts?
Hast du kein Ladegerät??
Ich denke (weiß aber nicht genau) ab etwas oberhalb der Nenndrehzahl kommt genug Strom aus der Lichtmaschine um am Tag (also ohne Licht) die Batterie genug zu laden. |
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Grossvater

Anmeldedatum: 21.05.2010 Beiträge: 319
Fahrzeug: Fiat Cinquecento Sporting & MB C230Kompressor Sport
Wohnort: Bottrop
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Verfasst am: 29.08.2010, 19:13 Titel: |
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Mit 3000U/min erreicht die Lima ihre maximale Leistung - mWn.
Wenn ich meinen Wagen 3 Wochen lang nicht genutzt habe,
fahre ich ihn benahe so behutsam ein, wie einen Neuwagen.
Deine Texte zu lesen bereiten mir wahre Freude.
Dein Schreibstil gefällt mir verdammt gut!!! |
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moonshield
Anmeldedatum: 20.03.2010 Beiträge: 210
Fahrzeug: Seicento Sporting Abarth
Wohnort: München
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Verfasst am: 29.08.2010, 19:22 Titel: |
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| Grossvater hat Folgendes geschrieben: | Deine Texte zu lesen bereiten mir wahre Freude.
Dein Schreibstil gefällt mir verdammt gut!!! |
Danke dir
| Grossvater hat Folgendes geschrieben: | | Mit 3000U/min erreicht die Lima ihre maximale Leistung - mWn. |
Gut zu wissen!
| Grossvater hat Folgendes geschrieben: | Wenn ich meinen Wagen 3 Wochen lang nicht genutzt habe,
fahre ich ihn benahe so behutsam ein, wie einen Neuwagen. |
Das ist mir eiskalt eingefallen, als ich knapp vor Motorschaden auf der Autobahn stand War wohl mein Glück, dass der Fahrtwind bei der Geschwindigkeit den kleinen Motor gut kühlt.
Grüße und danke dir vielmals, moonshield
| fiat-gelb hat Folgendes geschrieben: | Sehr schöner Thread
steckt viel Mühe drinn Hochachtung!! |
Danke auch dir
| fiat-gelb hat Folgendes geschrieben: | Wie kann ich eine leere Batterie mit Fahren wieder voll machen? (Kopfschüttel) Geht gar nicht!! Begründung:
So eine Batterie lädt Frau / Mann mit rund 1/10 Ladestrom der Nennkapazität.
Also bei einer 40Ah Batterie mit 4 A Ladestrom für mind. 10 Stunden denn dann ist die erst voll.
Ein Stunde mal rum fahren bringt fast nichts?
Hast du kein Ladegerät?? |
Ohje, ich glaub ich geh mich schämen =/ Und unterwegs baue ich die Batterie aus und hols Ladegerät aus dem Keller.
Da hast du sicher recht! Mach ich sofort.
Grüße, und danke fürs Augenöffnen
moonshield |
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moonshield
Anmeldedatum: 20.03.2010 Beiträge: 210
Fahrzeug: Seicento Sporting Abarth
Wohnort: München
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Verfasst am: 30.08.2010, 13:23 Titel: |
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Hallo zusammen,
mission accomplished! Mir ist es gelungen meinem Kleinen mittels eines prähistorisch anmutenden Batterieladegeräts wieder Leben einzuhauchen. War eine verdamt spannende Sache. So richitg mit im Motorraum rumwühlen, ölverschmierten Händen, bewundernden Blicken der Nachbarin und lauter Sachen, zu denen man nur noch: "Pfui deifi, is des schee!" sagen kann Ich bin also ein Mann geworden.
Der spannende Teil kam allerdings, als mir mein Großvater freudestrahlend das Batterieladegerät überreichte. Wunderbar. Man muss ihm zu gute halten die tadellose Passgenauigkeit des Steckers, eine große Anzeige auf der man einen kleinen Zeiger auf lustige Bunte Zahlen zeigen sehen konnte sowie die einwandfreie Lesbarkeit eines Aufklebers der stolz verkündet, dass der Hersteller so viel Vertrauen in sein Produkt hat, dass er mir bis bis zum Oktober 1968 volle Garantie gewährleistet. Ist das etwa nichts? Von blank liegenden Kabeln und dem sehr rustikalen Äußeren ließ ich mich natürlich nicht abschrecken, immerhin wurde mir ja auf dem Karton versprochen, dass das Gerät automatisch ein Warnsignal abgibt, wenn es falsch angeschlossen wird.
Bis auf eine, vom naturwissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen durchaus interessant zu beobachtende, erstaunlich weite Funkenbogenbildung ging der Ladevorgang unspektakulär vonstatten. Was mich verwundert hat, war die Tatsache, dass das Ladegerät angab nur mit 3 von 10 Skalaeinheiten Strom an die Batterie abgab, nach einigen Stunden sogar nur noch mit 2. Ich vermute das spricht entweder gegen meine Batterie oder doch gegen die gute alte deutsche Wertarbeit.
Nun denn, nach einigen Stunden Batterie wieder reingestöpselt und. Tada, die Zentralverriegelung öffnet mit einem sanften Ploppen, die Innenraumbeleuchtung erstrahlt in Blend-a-med Weiß und der Motor startet ohne Probleme. Gespannt war ich dann noch auf die, vom Do-it-yourself-handbuch vorhergesagten Motorprobleme auf den ersten Metern, bis sich das Steuergerät wieder mit seinen Untergebenen angefreundet hat. Was soll ich sagen, sie waren deutlich spürbar, aber mein Auto ist ein Teil von mir und daher von Grund auf friedliebend, also haben wir uns schnell auf einen gemeinsamen Konsens geeinigt und konnten die Fahrt ruhig wie ein schnurrendes Kätzchen fortsetzen.
Todesmutig gings dann gerade noch mit lauter Musik, Abblendlicht und Scheibenwischer aufgedreht bis zur epileptischen Stufe ab zur Tankstelle. Unterwegs sogar noch ganz verwegen die Lichthupe zum Gruße betätigt. Aber siehe da, obwohl kein Markenprodukt des Unternehmens, das Batterien mithilfe eines Kindchenschema-Plüschtieres zu verkaufen sucht, hält sie (zumindest bisher) eindeutig länger und länger und länger und länger...
Grüße aus dem Millionendorf, dem der Himmel heute nicht wohl gesonnen scheint und unsere, sonst so stolz präsentierten, Landesfarben mit dicken Regenwolken verdeckt  |
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Oli

Anmeldedatum: 16.07.2006 Beiträge: 981
Fahrzeug: Cinquecento 900
Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 30.08.2010, 18:13 Titel: |
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Ich habe alles gelesen und mich dabei von dem ganzen Drama gut unterhalten gefühlt, aber eines sollte man noch bedenken: Wenn der Ausgleichsbehälter soviel Flüssigkeit verloren hat, dass er leer war, dann ist womöglich Luft ins Kühlsystem gelangt. Es droht eine Embolie. Vorsorglich würde ich noch entlüften.  |
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moonshield
Anmeldedatum: 20.03.2010 Beiträge: 210
Fahrzeug: Seicento Sporting Abarth
Wohnort: München
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Verfasst am: 23.11.2010, 17:54 Titel: |
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Hallo Alle,
ich danke euch nochmal vielmals für eure netten und hilfreichen Antworten damals. Hab zwischenzeitlich angefangen zu studieren und war leider mit meinen Gedanken wo anders, darum jetzt erst die Antwort!
Nun zum Thema:
Ich bin damals in ne Werstatt gefahren, Diagnose: Kühlerlüfter hinüber. Irgendwie war wohl der Ventilator festgerostet und hat dann beim Versuch anzuspringen sich selbst und den antreibenden Elektromotor matt gesetzt.
Wurde zügig repariert und ich war wieder flott unterwegs!
Leider habe ich schon wieder Probleme, obwohl er bis vorgestern tadellos gefahren ist. Näheres hier.
Danke nochmal euch allen!
lg moonshield |
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